Markus Gabriel gründet seinen ethischen Kapitalismus nicht auf der Gottesfurcht. Er bezieht Gott überhaupt nicht mit ein. Er will sich zu Gott in der Welt erst äußern, wenn er 80 Jahre alt ist, sagte er in einem seiner YouTube-Veröffentlichungen. Das will ich kritisieren! Ich kritisiere, dass Gottes Rolle im gesellschaftlichen Prozeß außer acht gelassen wird.
Die Gesellschaft kommt zum Stillstand, weil jeder den anderen ausbremst, um selbst schneller vorwärtszukommen.
Im Kapitalismus und überhaupt in der menschlichen Gemeinschaft/Gesellschaft sollten alle Menschen dafür sorgen, dass das gemeinsame Streßuniversum aufgehoben wird. Der Streßraum auf Quantenebene, dem alle Menschen wehrlos ausgeliefert sind. Ursache dieses Streßraumes ist, das der Mensch den eigenen Willen mehr beachtet als den Willen der anderen.
Stimmt das? Ist das so?
Der Quantenraum in der Menschengemeinschaft wird eng, wenn jeder den anderen mit seinem eigenen Willen überlagert. Betrachten wir das einmal geometrisch, dann wird es offenbar:
Der rote Bereich stellt dar, inwieweit der eine durch den anderen behindert wird, wie der eine durch den anderen in seiner Entwicklung begrenzt wird. Die gegenseitige Überlagerung ist die Vorstufe vom Krieg.
Kriegszustand ist horizontale Richtung der Entwicklungen gegeneinander, ist Überlagerung zum Zweck der Verdrängung, ist Schaffung eigener Freiräume, weil der Gegner behindernd im Wege steht;
Ethischer Kapitalismus kann nur dann funktionieren, wenn der eigene Wille zur Zielerreichung nicht weitergehender ist, als er sein darf. Der gegenwärtige Kapitalismus ist jedoch in seiner Grundstruktur dazu nicht in der Lage, weil er auf der Überlagerung und Verdrängung des anderen Menschen, der anderen Firma, der Politiker des anderen Landes abzielt. Gegenwärtiger Kapitalismus ist einfach gottlos, weil er die Selbstgerecht ist. Aber es liegt nicht am Kapitalismus, es liegt an den Menschen, die gottlos sind. Der ethische Kapitalismus ist möglich, wenn er nicht die Ethik, sondern die Gottgefälligkeit ins Zentrum, in den Fokus der künftigen Entwicklung des Einzelnen und der Gemeinschaft stellt.
Warum Gott? Weil Gott eine dem Menschen äußere Instanz ist. Weil der Mensch, so edel er auch stets zu sein versuchen würde, doch immer polarisiert ist. Allein durch seine Stellung in der Welt, nicht Gott und Herrscher über die Welt sein zu können, ohne eine Polarisierung darzustellen, weil der Nebenmensch diese Gotteseigenschaft auch beanspruchen will. Der Mensch ist stets nicht göttlich, sondern parteiisch. Deshalb funktioniert auch die beste und edelste Ethik des Menschen nicht, um tatsächlich eine Harmonie in der Gesellschaft herzustellen. Es braucht die Gottesfurcht und die Dienerschaft des Menschen, nicht fremdem Willen eines anderen Menschen, sondern sich dem Willen Gottes für die Gemeinschaft zu unterstellen. Dieser Wille Gottes ist kein dem Menschenäußerer Wert, sondern ein Innerer Wert. Das bedeutet, der Mensch, der gottesfürchtig sein Unternehmen führen will, der handele nach seinem inneren Gottesbild und er lasse sich nicht von einem anderen Menschen oder einer Partei oder einem Staat sagen, was gottesfürchtig ist, und was nicht gottesfürchtig ist. Denn alle anderen sind parteiisch und deshalb, ohne es böse zu meinen, sie sind deshalb notwendig „gottesfern“! Die Parteilichkeit kann der Mensch, der es will, nur „in sich“, nur „in seinem Inneren“ aufheben. Das schafft er jedoch nur in dem Fall, wenn er Gott und keine andere Partei, die Zukunft gestalten läßt, an der er mitzuwirken gedenkt.
Damit kommen wir zu der Frage, wer oder was in der Welt Gott alles sein kann.
Gott kann tatsächlich Gott selbst sein. Für den Menschen kann jedoch das Geld ein Gott sein, den er anbetet. Für den Alkoholiker kann der Alkohol der Gott sein, den er anbetet, oder der Teufel, den er verabscheut? Für den Staatsbürger kann eine Partei Gott sein. Für einen Gläubigen kann eine „Religion“ zum Gott werden, die am Ende mit dem wahren Gott nichts gemein haben muss. Für den Fanatiker kann der Diktator ein Gott sein. Hitler hatte man wohl in seinen Anfangszeiten als neuen Jesus Christus bewertet, was dann doch ein extremer Irrtum war. Wer also ist dein Gott? Was ist dein Gottesbild? Wem könntest du dienen, ohne Gefahr zu laufen, einem falschen Gott zu dienen? Gott ist nie parteiisch! Gott ist unparteiisch! Gott kann nicht parteiisch sein, weil er dann aufhören würde Gott sein zu können, weil er eine Gegenpartei besäße.
Wenn sie also wählen gehen, empfehle ich ihnen, Gott zu wählen. Nur dieser kann und darf nicht auf der Wählerliste stehen. Aber im Fokus der Aufmerksamkeit jedes Menschen darf er stehen. Ein jeder bestimme dies für sich selbst und nach eigenem Gutdünken! Stimmt das?
Wer sich die Stellung Gottes in der Welt verinnerlicht hat, der wird erkennen, dass keine der Parteien, so gut sie sich auch darstellen, es jemals wirklich schaffen kann, für alle Menschen das gute Parteiprogramm zu realisieren. Parteien sind deshalb nicht schlecht und sie sind deshalb nicht abzulehnen. Die Parteien formulieren den definit werdenden Willen der Menschen. Sie stellen Ziele und versuchen diese zu erreichen. Das können sie gottvoll oder auch gottlos verwirklichen. Kommt darauf an, wie sie sich zu Gott stellen. Die Politik wird so gottvoll sein, wie der einzelne Mensch, der sie tut, gottvoll ist. Der Politiker, der meint, ich bin mein eigener Gott, der wird wohl Gott nicht gefallen. Denn sein Gott sind wir. Wir anderen Menschen sind Gott für den Gottlosen, sind Gegenpartei für die Gottlosenpartei. Wir sind parteiisch, wenn wir gegen ihn sind. Wir sind und bleiben gottvoll in uns drinnen, wenn wir nicht gegen den Gottlosen sind. Das bedeutet, wir müssen dem Gottlosen aber auch nicht dienen! Wir können ihm seine Grenze aufzeigen, an der für ihn Schluß ist. Und wir dürfen ihn schweigend fragen, ob er denn nicht gedenkt, künftig gottvoll zu sein. Das sind die Grenzwertstriche in der Darstellung, welche die Entwicklungen voneinander trennen.
Stimmt dies?
Prüfungsfrage: Warum kann ethischer Kapitalismus nicht funktionieren, auch wenn er gut gedacht ist?
Prüfungsfrage: Warum ist Gott die einzig gerechte Instanz und warum darf er dennoch keine wirklich weltliche Instanz sein?
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